Dr. Dirk Niedling
Partner im Steuerberatungsbereich der KPMG AG in Frankfurt am Main

Maximilian Kleyboldt vom Netzwerk der Finanz- und Erbschaftsplaner e.V. sprach im Rahmen der Reihe „Experteninterviews“ mit Dr. Dirk Niedling, Partner im Steuerberatungsbereich der KPMG AG in Frankfurt am Main. Dr. Niedling berät national und international tätige Mandanten zu Treasury-nahen Steuerfragen bei der Konzernfinanzierung, bei Absicherungsstrategien, Kapitalmarkttransaktionen, Kapitalanlageprodukten und im Bereich des Investmentsteuerrechts.

Vor seiner Tätigkeit bei der KPMG war er langjährig bei einem großen deutschen Kreditinstitut mit Schwerpunkt im Bereich der strategischen Steuerplanung beschäftigt.

Was ist der Hintergrund einer so tiefgreifenden Steuerreform für Investmentfonds und deren Anleger?

Dr. Dirk Niedling: Die Bestrebungen zur Neuausrichtung des Investmentsteuerrechts reichen in das Jahr 2011 zurück und basieren auf verschiedenen Überlegungen. Derzeit sind für einen In-vestmentfonds bis zu 33 verschiedene Besteuerungsgrundlagen zu ermitteln. Es war an der Zeit, das zunehmend komplexe und damit fehleranfällige Investmentsteuergesetz einer Revision zu unterziehen. Die der Fehleranfälligkeit geschuldeten bestehenden Berichtigungsmechanismen widersprechen der Steuergerechtigkeit oder sind ineffizient. Das aktuelle Fondssteuerrecht steht ferner für Verstöße gegen europarechtliche Vorgaben bei der Dividendenbesteuerung und für die nachteilige Behandlung ausländischer Fondsvermögen. Schließ-ich bot der Komplexitätsgrad eine große Spielwiese für Steuergestaltungen, die von Finanzverwaltung und Gesetzgeber nicht länger geduldet werden.

kompletten Artikel als PDF downloaden

 

Einführung elektronischer Wertpapiere: geplante Neuerungen und Auswirkungen auf die Praxis
Die Bundesregierung hat kürzlich einen Entwurf zur Einführung elektronischer Wertpapiere (eWpG-E) vorgelegt. Welche Neuerungen sind darin geplant? JÖRG BAUMGARTNER: Das geplante eWpG ist ein echter...
Aktuelle Rechtsprechung zur Anerkennung von Bestand und Neuverträgen: Ist der Mindestrisikoschutz von 1 Prozent ausreichend?
Wir haben vernommen, dass die aktuelle Rechtsprechung wieder Verträge mit 1 Prozent Todesfallschutz erlaubt. Stimmt das? DR. DANIEL WELKER: Das ist richtig. Die aktuelle Rechtsprechung hat sich – w...
Stiftungen: Die Reform des Stiftungsrechts nimmt Fahrt auf!
Nachdem es um die Stiftungsrechtsreform seit über zwei Jahren sehr still war, hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am 28. September einen Referentenentwurf eines Gese...

Privacy Preference Center